Abschlussfeier 2022

Ein letztes Mal versammelte sich die diesjährige Abschlussklasse der Berufsfachschule für Fremdsprachen in ihrer nun ehemaligen Schule, um ihre Abschlusszeugnisse in Empfang zu nehmen.

Trotz schweißtreibender Temperaturen war die Stimmung gut und die Freude groß, denn alle zur Abschlussprüfung angetretenen Schülerinnen und Schüler hatten bestanden und dürfen sich nun „Staatlich geprüfte/r Fremdsprachenkorrespondent/in“ nennen. Nach zwei Jahren intensiven Unterrichts, der zum großen Teil von muttersprachlichen Lehrkräften erteilt wurde, beherrschen die Absolventinnen und Absolventen nun neben der Erstsprache Englisch auch Französisch bzw. Spanisch sicher. Darüber hinaus haben sie sich ein umfangreiches Wissen in den Bereichen Wirtschaft und Handel angeeignet. Damit stehen ihnen nun alle Wege für eine beruflich erfolgreiche Zukunft offen: vom beruflichen Einstieg bei Firmen in der Region oder in der Bundesverwaltung, über eine Weiterbildung zum Übersetzer/Dolmetscher oder einem Studium oder einer Anstellung beim Auswärtigen Amt ist alles vertreten.

Nachdem Schulleiter Andrew Smollett in seiner natürlich auf Englisch gehaltenen Rede an die zahlreichen Herausforderungen der vergangenen beiden Jahre erinnert und die Schüler*innen für ihre Ausdauer und ihren Fleiß, der sich letztlich auch in den Noten niederschlug, gelobt hatte, war die Klassensprecherin an der Reihe. Sie war als „Neueinsteigerin“ mit Abitur erst im September zur Klasse gestoßen, absolvierte die Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin in nur einem Jahr und schloss sie sogar als Jahrgangsbeste ab.

Überrascht, erfreut und auch gerührt, stellten die ebenfalls anwesenden Lehrkräfte dann fest, dass sich die Klasse nicht nur die Vokabeln gut eingeprägt hatte. Sie hatte sich für jede Lehrerin und jeden Lehrer ein sehr persönliches Abschiedsgeschenk überlegt, basierend auf dem, was sie so nebenher über ihre Lehrkräfte mitbekommen hatten. Schließlich ist der persönliche Kontakt und die familiäre Atmosphäre an der Berufsfachschule für Fremdsprachen eine wichtige Grundlage für den Lernerfolg.

Nach der Auszeichnung der Jahrgangsbesten mit einem Buchgeschenk und einem Anti-Stress-Ball für alle Widrigkeiten des zukünftigen Lebens, stießen die Schüler mit ihren Freund*innen und ihren Lehrer*innen an, um ihren Abschluss als „Staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent*innen“ zu feiern.

Im Anschluss an den offiziellen Teil ließen alle den Abend in einem Restaurant an der Donau ausklingen. In der Hoffnung, dass die Absolvent*innen zwar ganz unterschiedliche Wege einschlagen, aber trotzdem untereinander und mit der Schule in Kontakt bleiben, endete der Abend für die Lehrer etwas früher, während die Absolvent*innen noch weiterfeierten. Das hatten sie sich nach der anstrengenden Prüfungsphase schließlich auch redlich verdient.

An English Day in Munich

Nachdem Corona-bedingt die letzten beiden Jahre keine Klassenfahrten stattfinden konnten, die Schülerinnen und Schüler sich aufgrund ihres Engagements aber durchaus eine Abwechslung vom Schulalltag verdient hatten, beschlossen die Lehrkräfte an der Fremdsprachenschule kurzerhand, die Fremdsprachenkenntnisse der ersten Klasse einmal nicht im Klassenzimmer, sondern in der Praxis, nämlich in der Landeshauptstadt München, zu testen.

Und das ging einfacher als gedacht. Klar, wenn Engel reisen … :-)

Es begann schon damit, dass sich erfreulicherweise ALLE Lehrkräfte und Schüler*innen pünktlich am Bahnhof einfanden und auch der Zug nach München pünktlich abfuhr. Dort angekommen, machte sich unsere Gruppe gleich auf zu einer Stadtführung in englischer Sprache. Überrascht stellten wir fest, dass wir tatsächlich die einzigen deutschen Teilnehmer waren, der Rest der Gruppe kam aus Adelaide, Glasgow, Houston etc. Und dann ging’s auch schon los, unsere Führerin, eine Muttersprachlerin aus Nordamerika, führte uns ziemlich flotten Schrittes ganze zwei Stunden lang von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten und informierte uns humorvoll und gut verständlich über deren Hintergrund und Geschichte. Da wir uns für unseren Ausflug leider den zweitheißesten Tag des Sommers ausgesucht hatten, waren wir danach erst einmal ziemlich erledigt. Einfach nur im Schatten sitzen und etwas essen und trinken war der einhellige Wunsch aller Ausflügler. Zum Glück fanden wir unweit vom Marienplatz eine Pizzeria, bei der man im Schatten sitzen konnte und die uns (für Münchner Verhältnisse) preisgünstig mit Pizza versorgte. Einigermaßen gestärkt und erholt traten wir dann in die Freizeitphase ein. Bis zum nächsten Programmpunkt hatten wir noch etwas Zeit und so teilte sich die Gruppe auf in Kauflustige (Neo Tokyo hat sich bestimmt über unseren Besuch gefreut) und Schaulustige, die sich am Eisbach erfrischten. Pünktlich um halb vier fanden sich alle wieder vor dem Amerikahaus ein, um sich mit dem – natürlich auf Englisch gehaltenen – Vortrag von Dr. Markus Hünemörder über „Immigration and the United States“ zu informieren. Dieses hochaktuelle und brisante Thema hatten die Schüler*innen bereits im Fach „Mündliche Sprachbeherrschung“ vorbereitet und die in der Vorlesung erworbenen neuen Kenntnisse werden auch im nächsten Schuljahr im Fach „Auslandskunde“ bzw. „Dolmetschen“ wieder zur Anwendung kommen. Erfreulicherweise verfügte das Amerikahaus über eine gut eingestellte Klimaanlage, sodass wir da sicher die angenehmsten Temperaturen des Tages vorfanden.  Nach dem sehr interessanten und unterhaltsam aufbereiteten Vortrag machten wir uns schließlich auf den Rückweg zum Bahnhof, wo wir früh genug ankamen, um uns die besten Plätze zu sichern.

Selten war wohl ein Schultag so schweißtreibend wie unser English Day in Munich. Trotzdem war es schön zu sehen, wie sich die Englischkenntnisse unserer ersten Klasse im Praxistest bewährt haben und wie gut sich die Klassengemeinschaft entwickelt hat. Da freut man sich schon auf weitere gemeinsame Unternehmungen …

Landeskunde mit den Simpsons
Last but not least: Marienplatz
Wie immer bestens gerüstet ;-)
Kleine Erfrischung

Juvenes Translatores 2022

In diesem Schuljahr haben sich gleich drei unserer Schülerinnen, Jana-Maria Aich, Lena Block und Joana Maria Maier der Herausforderung gestellt und am 25.11.2021 am Übersetzungswettbewerb „Juvenes Translatores“ der Europäischen Kommission teilgenommen. Dieser anspruchsvolle Wettbewerb fand zum 15. Mal (und zum 2. Mal online) statt. Ein Novum: Diesmal waren auch Online-Wörterbücher erlaubt.

Das diesjährige Thema der Übersetzungstexte stand ganz im Zeichen des Klimawandels und lautete: „Los geht’s – in eine grünere Zukunft!“ Zwei junge Leute, darunter Mel, eine französische Studentin, machen sich auf den Weg nach Glasgow zur Klimakonferenz, allerdings mit sehr verschiedenen „grünen“ Verkehrsmitteln. Und sie tauschen sich im Vorfeld darüber per E-Mail aus. Mel wird mit dem Hochgeschwindigkeitszug anreisen. Sam, Teil der Jugenddelegation und einer der auserwählten Gesprächspartner mit EU-Partnern der Konferenz im Vorfeld, startet von Donegal an der Nordwestküste Irlands mit dem – Fahrrad!! Na ja, er braucht dann doch kurz eine Fähre hinüber aufs britische Festland. Er rechnet mit etwa vier Tagen und einem hoffentlich nicht allzu wunden Po.

Die E-Mail-Texte erforderten allerdings enormes geographisches und vor allem kulturelles Verständnis. Wer weiß schon, was hinter der zitierten Zeile eines schottischen Folksongs steckt…

Im Bild: Englischlehrerin Traudl Kolibius mit den Teilnehmerinnen Jana-Maria Aich und Lena Block, Joana Maria Maier fehlte beim Fototermin krankheitsbedingt.

Unsinniger Donnerstag 2022

Besuch der Realschule Plattling

Hurra, Besuch ist da! Wir freuen uns sehr, dass wir – natürlich bei strikter Einhaltung der geltenden Coronaregeln – die Lehrkräfte Frau Wimmer und Herrn Bosl von der Realschule Plattling mit einer Gruppe von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse bei uns begrüßen durften.
Gleich nach ihrer Ankunft wurden unsere Gäste von Schulleiter Andrew Smollett begrüßt und im EDV-Saal über die Ausbildung an unserer Schule informiert.
Da aber beim Spracherwerb die Praxis an oberster Stelle steht, siedelte man danach in unseren großen Lehrsaal um, wo die Gäste schon von unserer K2 erwartet wurden. Gemeinsam arbeiteten sie im Fach „Auslandskunde“ in 5-er Gruppen an einem Reiseführer durch Kanada. In nur 45 Minuten erstellten sie nicht nur ihren individuellen „Ultimate Travel Guide“, sondern präsentierten ihn auch den anderen Gruppen. Well done!
Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann mit einem „Parcours français“ weiter. An insgesamt 6 Stationen durften die Neuntklässler ihre Kenntnisse über Land, Leute und Sprache anhand eines Puzzles sowie eines Dominospiels, bei einem Kreuzworträtsel, einem Rezept und – sehr anspruchsvoll - bei Zungenbrechern und auch am Smartboard zeigen. Dabei wurden sie von unseren „Franzosen“ unterstützt, die beeindruckt davon waren, wie schnell manche Gäste ihre Aufgaben erledigten. Wir sagen „Merci beaucoup“ für den Besuch und würden uns freuen, die eine oder den anderen unserer Besucher von der Realschule Plattling als angehende Fremdsprachenkorrespondenten an unserer Berufsfachule begrüßen zu dürfen.


Weihnachtsfeier 2021

Nach wie vor hat uns die Pandemie fest im Griff, erfreulicherweise konnte jedoch der Unterricht bis Jahresende in Präsenz stattfinden. Das eröffnete uns die Möglichkeit, das Jahr nach den anstrengenden Wochen des Lehrens und Lernens unter erschwerten Bedingungen mit einer kleinen Weihnachtsfeier abzuschließen. Während in den ersten beiden Stunden noch regulärer Unterricht stattfand, bereitete ein Teil der Lehrerschaft schon mal alles für den geselligen Teil des letzten Schultages im Jahr 2021 vor und bald zog der Duft von Wichtelpunsch durch die Räume. Um halb 10 wurde dann gemeinsam das große Klassenzimmer der K2 umgestaltet und schon ging's los: Taboo, Weihnachts-Kahoot, Karaoke, Zeichnen - für jede/n war etwas dabei und bei manch einer/m kamen ganz neue Talente zum Vorschein. Natürlich gab es für unsere fleißigen Schülerinnen und Schüler auch ein kleines Geschenk in Form eines typischen Knallbonbons (Christmas cracker oder bonbon, wie sie in Australien heißen). Schließlich konnten die Schülerinnen und Schüler noch ihre Wünsche für das Jahr 2022 auf einem selbstgestalteten Plakat festhalten und sich weihnachtlich "verkleidet" davor ablichten lassen. Ganz herzlichen Dank für die Lehrergeschenke und auch für die tatkräftige Mithilfe beim Aufräumen des Klassenzimmers!

Knigge-Tag

Da man ja bekanntlich nicht nur für die Schule, sondern vor allem für das Leben lernt, organisierte die Berufsfachschule für Fremdsprachen in Deggendorf vor Kurzem einen Knigge-Tag mit der diplomierten Etikette-Trainerin Gabriele Stocker.

Wie häufig man selbst im Umgang miteinander unsicher ist und wie sich die Umgangsformen auch über die Zeit hinweg ändern, zeigte bereits das erste praktische Beispiel: Wünscht man nun in Zeiten der Pandemie noch „Gesundheit“?

Nach einer kurzen Einführung waren dann die Schülerinnen und Schüler an der Reihe: ihre Beiträge und persönlichen Beispiele zeigten, dass uns mitmenschliches Verhalten durchaus positiv und negativ auffällt und uns dementsprechend beeinflusst. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der erste Eindruck neuesten Forschungen zufolge bereits nach 3-10 Sekunden feststeht und dass dies vor allem über Äußerlichkeiten erfolgt. Daher gab es in der Folge viel Wissenswertes zu Themen wie Körpersprache, Begrüßung und Small Talk. Den Abschluss bildete schließlich das Thema Tischkultur – sehr umfangreich und von höchstem Interesse für alle. Schließlich sind Geschäftsessen zwar eine feine Sache, aber dabei gibt es auch ein paar Fettnäpfchen, in die man möglichst nicht treten sollte.

Coronabedingt mussten leider die üblichen Rollenspiele entfallen. Frau Stocker ging aber ausführlich auf die Fragen unserer Schülerinnen und Schüler ein und veranschaulichte Ihnen die Bedeutung guter Umgangsformen, die nach wie vor sowohl im Privatleben als auch im Geschäftsleben durchaus gefragt sind. Letztendlich geht es dabei weniger um ein striktes Festhalten an überkommenen Verhaltensregeln, sondern darum, sein Verhalten an die Situation anzupassen und damit für alle Beteiligten eine angenehme und entspannte (Arbeits-)Atmosphäre zu schaffen.

So können nun unsere angehenden Fremdsprachenkorrespondent/-innen in der Gesellschaft und in ihren zukünftigen Berufen nicht nur mit ihrem fachlichen Wissen, sondern auch mit ihren guten Umgangsformen glänzen.

 

Wandertag? Stadtrallye! :-)

 

Der Wandertag an der Fremdsprachenschule steht vor der Tür. In Zweierreihen von Deggendorf nach Metten und zurück zu marschieren, stößt aber nicht bei allen Schülerinnen und Schülern auf große Freude. Deshalb hatte sich unsere Fachlehrerin Frau Yilmaz eine interessante Alternative ausgedacht:

Damit wir uns nicht nur innerhalb unserer Klasse noch besser kennenlernen können, unternehmen wir einen Teil des Tages gemeinsam mit der zweiten Klasse.

Wir begannen mit einer Stadtrallye. Jede Klasse wurde in kleinere Gruppen aufgeteilt, die jeweils einen Umschlag bekamen, in dem der erste Hinweis verborgen war. Wir legten die Papierschnipsel passend zusammen und sahen: eine Statue in Form einer Frau mit einer Schüssel in der einen Hand und einem Ball in der anderen Hand, bereit zum Wurf. Wer sie bisher nicht kannte, kennt sie nun: die Knödelwerferin, die einen Brunnen in der Nähe des Kinos ziert. Dort fanden wir tatsächlich den nächsten Hinweis: ein weiteres Rätsel.

An der nächsten Station bekam jede Gruppe einen „Schrott-Gegenstand“, welchen sie dann mit Passanten und / oder Mitarbeitern der Geschäfte tauschen sollten. Dafür hatte jede Gruppe eine Stunde Zeit. Als sich die Gruppen wieder in ihren jeweiligen Klassenzimmern versammelt hatten, wurden die getauschten Dinge präsentiert. Unter anderem tauschten Schüler/innen ihre Schrottgegenstände gegen einen Strauß Blumen, Tassen und Schlüsselanhänger.

Zuletzt gab es noch einen Bastelwettbewerb gemeinsam mit der zweiten Klasse. Die verschiedenen Gruppen mussten innerhalb weniger Minuten einen stabilen Turm aus mehreren Blättern Papier bauen. Der höchste von ihnen war sogar 1.80m hoch.

Ein witziger Abschluss für den „Wandertag“ an unserer neuen Schule, der das Ziel sich gegenseitig besser kennenzulernen, voll erreicht hat.

 

 

 

 

Ausbildungsmesse Straubing 2021

Nach 2 Jahren pandemiebedingter Pause war es endlich wieder soweit! Die Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe Deggendorf konnte sich am 1. Oktober 2021 auf der Ausbildungsmesse in der Straubinger Joseph-von-Fraunhofer-Halle als interessante Alternative zu einer Ausbildung in einer betrieblichen Ausbildung präsentieren. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Bürgermeister Herrn Pannermayr sowie den Landrat Herrn Laumer strömten ab 08:30 Uhr insgesamt über 1000 Schüler auf eigene Faust, mit ihren Lehrkräften oder am Nachmittag dann mit ihren Eltern durch die Halle und informierten sich über die angebotenen Ausbildungsberufe. Auch unser "Standpersonal" (bestehend aus der Schulleitung sowie unserem It-Lehrer und unserer Spanischlehrin) hatte erfreulich viel zu tun. In zahlreichen Gesprächen beantworteten sie die Fragen der teils recht gut vorbereiteten Schülerinnen und Schüler und klärten sie über die Vorzüge einer Ausbildung zum/zur staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten/in an unserer Schule auf. Insgesamt also eine sehr gelunge Veranstaltung, die gezeigt hat, wie wichtig der persönliche Kontakt ist und bei der die Fremdsprachenschule Deggendorf zeigen konnte, wie viel sie zu bieten hat.    

Vorfreude auf die Besucher ...
... und da sind sie schon :-)
Viele Fragen - und alle konnten beantwortet werden
Unser Schulleiter Andrew Smollet mit seiner Stellvertretung

Abschlussfeier 2021

Abschlussfeier der Fremdsprachenschule Deggendorf


Klein, aber fein - so lässt sich die diesjährige Abschlussfeier der Fremdsprachenschule Deggendorf beschreiben. Aufgrund der noch immer herrschenden Corona-Pandemie hatte sich die Abschlussklasse für eine Feier ohne Angehörige und Freunde entschieden, was aber der guten Stimmung keinen Abbruch tat. Denn nach all den Einschränkungen in diesem überaus fordernden Schuljahr war die Freude, dass alle Schüler*innen die Abschlussprüfungen bestanden hatten, und dies zumindest in kleinem Rahmen feiern konnten, umso größer. So trafen sich die Abschlussschüler*innen nach einer kurzen Fotosession mit ihren Lehrer*innen im angenehm klimatisierten Nebenraum einer Deggendorfer Traditionsgaststätte, um ihren Abschluss als „Staatlich geprüfte Fremdsprachenkorrespondent*innen“ zu feiern.

Vor der Überreichung der Abschlusszeugnisse ließ Schulleiter Andrew Smollett - natürlich auf Englisch – die vergangenen beiden Jahre Revue passieren und zollte allen Anwesenden Respekt für die bravourös gemeisterten Herausforderungen dieses außergewöhnlichen Schuljahres.

Der Schulleiter bedankte sich ausdrücklich bei seinen Lehrkräften für deren besonderes Engagement während des Distanzunterrichts und hob den Einsatz des schulinternen IT-Spezialisten David Dajker hervor, der bei technischen Problemen sofort zur Stelle war und es möglich machte, dass durchweg nach Stundenplan unterrichtet wurde.

Ebenso lobte der Schulleiter die Motivation der Abschlussschüler*innen, die auf viele beliebte Aktionen, wie z. B. die traditionelle Auslandsreise verzichten mussten. Trotz  der widrigen Umstände haben sie sich ein umfangreiches Wissen in den Bereichen Wirtschaft und Handel angeeignet. Nach zwei Jahren intensiven Unterrichts, der zum großen Teil auch von muttersprachlichen Lehrkräften bestritten wurde, beherrschen die Absolvent*innen nun neben der Erstsprache Englisch auch Französisch bzw. Spanisch sicher.

Damit sind die frisch gebackenen Fremdsprachenkorrespondent*innen für alle gewählten Karriere-Wege bestens gerüstet. Zwar mussten einige ihre Pläne, erst einmal ins Ausland zu gehen, verschieben, aber erfreulicherweise haben bereits alle Absolvent*innen ihren persönlichen Weg gefunden: Während einige eine betriebliche Ausbildung machen, streben andere die Weiterbildung zum Übersetzer/Dolmetscher an oder beginnen ein Studium, da sie bereits mit Abitur die verkürzte Ausbildung an der Fremdsprachenschule absolvierten.

Nach der Zeugnisverteilung durch die Klassenleiterin Traudl Kolibius, wurden auch die drei besten Absolvent*innen gewürdigt: Julia Scherübl (1,4), Dejan Purič (1,3) und Lena Sieber (1,2). Nach gutem Essen, interessanten Gesprächen und einer herzlichen Verabschiedung klang die offizielle Abschlussfeier schließlich aus.

Klassenleiterin Traudl Kolibius, Schulleiter Andrew Smollett und die Absolventinnen und Absolventen des Jahrgangs 2021
Die jahrgangsbeste Schülerin des Abschlussjahrgangs 2021: Lena Sieber mit dem Schulleiter Andrew Smollett

Stadtrallye

Teamfähigkeit, Zungenbrecher und Handlungsfähigkeit waren in der letzten Fachkundestunde angesagt. Als krönenden Abschluss des Schuljahres wandten wir nun unser Wissen in Bezug auf das ökonomische Prinzip an. Wir handelten nach dem Maximalprinzip:

  • gegebener Input von Frau Yilmaz: Schrott
  • Ziel: größtmöglicher Output (z. B. ein Teammaskottchen oder noch besser ein Auto; dazu fehlte uns leider die Zeit, sonst hätten wir auch das geschafft)

Einfach hat es uns Frau Yilmaz in dieser letzten Fachkundestunde nicht gemacht. Nach dem SMART-Prinzip definierten wir zunächst unser Ziel: „Mein Team und ich absolvieren die Stadtrallye erfolgreich (Schrott möglichst „wertvoll“ tauschen) bis 10:50 Uhr“.

Den Teams wurde ein Puzzle vorgelegt, das unsere erste Station in der Stadt verriet – die Gaststätte Otto Schober. Der dortige Hinweis führte uns zum Fischmarkt am Stadtplatz. Um die nächste Aufgabenstellung zu erhalten, mussten wir dort den Reim „Fischers Fritz“ aufsagen. Wir bekamen nun verschiedene Dinge, die kaum etwas wert waren (Plastikbecher, Kartenspiel). Jetzt stand die letzte und spannendste Aufgabe an. Die Gruppen sollten den erhaltenen „Schrott“ in etwas Wertvolles eintauschen – einfach indem man auf die Straße geht und Leute von einem Tauschgeschäft überzeugt.

Ihr denkt, das funktioniert nicht? Falsch gedacht! Ein Mann hat sich einst von einer Büroklammer zu einem Auto hochgehandelt. Unter strenger Einhaltung der Corona-Auflagen erreichten auch unsere Teams immerhin einen Endwert von Minimum 30 € (wir haben nun ein Maskottchen, eine Badetasche, Brotzeitboxen ...). Ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann und Spaß hat es noch dazu gemacht!


Wohlstandsindikator BIP und Nachhaltigkeit!??

Wollen wir unablässiges, unbegrenztes und profitorientiertes Wirtschaftswachstum – also einen andauernden, unreflektierten Anstieg des BIP? Die Antwort ist klar nein, weshalb ein Umdenken bereits stattfindet. Dabei ist nicht nur die Politik gefordert. Jeder Einzelne von uns muss seinen Beitrag zu einer dringend notwendigen nachhaltigen Entwicklung leisten.

Im Fach „Politik und Gesellschaft“ haben wir uns in Kleingruppen mit Themen unserer Wahl aus dem Bereich „Nachhaltigkeit“ befasst und uns gegenseitig mit Informationen versorgt. Neben Infos zu Co2-Emissionen, Firmen / Produkten, die der Umwelt schaden (Stichwort Plastikvermeidung!), Elektromobilität, Klimawandel und damit einhergehender Trinkwassermangel gab es auch hilfreiche Tipps, wie jeder von uns aktiv zum Umweltschutz beitragen kann.

Leoni Jurjevich und Julia Schmadl ließen Mitschüler und Lehrerin an ihrem Experiment „Körperpflegeprodukte selbst herstellen“ teilhaben: jeder bekam drei Proben, die nicht nur auf Grund der wiederverwendbaren Verpackung überzeugten. Der Inhalt, der ausschließlich natürliche Bioprodukte enthielt, duftete auch herrlich. Gut, dass es die Rezepte gleich mitgab.

Leoni Jurjevich und Julia Schmadl

Juvenes Translatores 2020/2021

„Juvenes Translatores“, ein anspruchsvoller Übersetzungswettbewerb der Europäischen Kommission, fand 2020 nun schon zum 14. Mal statt, Corona-bedingt aber diesmal online. 2015 schrieb unsere ehemalige Schülerin Veronika Gräfe die beste Übersetzung von allen ca. 100 teilnehmenden Schulen aus Deutschland. Dieses Jahr trat eine Kandidatin unserer Schule an und stellte sich ebenfalls dieser schwierigen Aufgabe: Greta Woiwode.

Sie übersetzte einen Text, der gewöhnungsbedürftig war. Ging es doch um eine Zeitreise ins Jahr 2095, in dem Archäologen des Digitalzeitalters Tagebucheinträge (wahrscheinlich noch in Papierform) entdeckten und analysierten. Der Verfasser des Tagebuches schilderte eine Kanutour mit seinem Vater, die in Luxemburg auf der Sûre begann und auf der sie europäische Wasserwege befuhren und Grenzen ohne Ausweiskontrolle überqueren konnten – dank der Schengen-Bestimmungen, die Teil des EU-Rechts sind.

Die Übersetzungen werden in Brüssel von Fachkräften korrigiert und bewertet. Natürlich ist die Hoffnung auf eine weitere Auszeichnung und die damit verbundene Reise nach Brüssel groß!

Schulleiter Andrew Smollett, Teilnehmerin Greta Woiwode und die Lehrerin Traudl Kolibius

Jobmesse Deggendorf 2020

Wegen der aktuellen Situation fand die Jobmesse virtuell statt und die Fremdsprachenschule war selbstverständlich wieder mit dabei. Dieses Mal haben wir in zwei Sprachen die Besucher über die Ausbildung zum/zur staatl. gepr. Fremdsprachenkorrespondent/in an unserer Berufsfachschule für Fremdsprachenberufe per Videokonferenz informiert. Der Schulleiter Andrew Smollett übernahm dabei den englischsprachigen Videochat, seine Kollegin Claudia Heininger beantwortete alle Fragen der Besucher im deutschsprachigen Videochat.

Den technischen Support übernahm der Kollege aus dem Fach Informationsverarbeitung David Dajker.

Unterricht in Corona-Zeiten

Am Freitag, 13. (!) März 2020 war der letzte "normale" Unterrichtstag, dann folgte der Corona-Shutdown.

Für die Abschlussklasse begann ab 27. April 2020 wieder der Präsenzunterricht, allerdings unter Einhaltung der strengen Hygienevorschriften! Die erste Klasse erhält nach wie vor per Videokonferenz Unterricht in ausgewählten Fächern und zusätzliches Übungsmaterial und sonstige Unterlagen per E-Mail.

Die folgenden Bilder geben einen Eindruck von dieser außergewöhnlichen Situation. Unser IT-Lehrer David Dajker hat für seine Kolleg*innen die technischen Voraussetzungen für die Einrichtung des "Videokonferenz-Studios" in der Schule geschaffen und alle immer wieder bestens bei der Bewältigung der technischen Anforderungen des Digitalunterrichts unterstützt.

 

 

 

Seminar "Stil und Etikette"

Eine ganz "praktische" Vorbereitung aufs Berufsleben

Es ist unbestritten, dass gute Umgangsformen heute gefragter sind denn je. Soft Skills tragen neben fachlicher Kompetenz zum beruflichen Erfolg bei und sichern im privaten Bereich soziale Kontakte. Der souveräne Umgang mit Vorgesetzten, Kollegen oder den Menschen, denen man im Alltag begegnet, setzt die Kenntnis der üblichen "Spielregeln" voraus.

Deshalb hat die Schulleitung auch heuer wieder für alle SchülerInnen der Fremdsprachenschule mit Frau Gabriele Stocker eine Trainerin eingeladen, die mit ihrem Seminar „Stil und Etikette“ genau diese Themenbereiche auf anschauliche Art und Weise aufgriff, z. B.

  • ·         die geltenden Regeln beim Begrüßen, Vorstellen und Bekanntmachen,
  • ·         ein Vorstellungsgespräch incl. Kleiderwahl,
  • ·         positive und negative Umgangsformen, Körpersprache,
  • ·         Tischkultur und Restaurantbesuch

Im Rahmen dieses informativen Vormittags hatten unsere  SchülerInnen die Möglichkeit, durch genügend Raum für eigene Fragen und kurzweilige praktische Übungen sich für heikle  Alltags- und Berufssituationen  zu sensibilisieren und darauf angemessen zu reagieren.

Praktische Übung eines Vorstellungsgesprächs
Die Schüler*innen hatten offenbar Spaß!

Klassenfahrt nach Barcelona im Frühjahr 2019

Ende März d. J. flogen  17 unserer Schülerinnen und Schüler unter der bewährten Reiseleitung von Spanisch-Lehrerin Carmen Ocampo, unterstützt durch den Kollegen David Dajker, nach Barcelona und erkundeten die vielen Sehenswürdigkeiten der Stadt (Hafenviertel, Las Ramblas, Plaza Reial, Plaza de Catalunya, Barrio Gotico, Park Güell) und deren Kulturdenkmäler wie z. B. die Kirche Sagrada Familia oder die Iglesia Santa Maria del Mar. Zusätzlich waren diverse Restaurants, Bars und der Strand Playa Sant Sebastia von der niederbayerischen Invasion betroffen. Es blieb aber auch noch genügend Zeit für einen Einkaufsbummel, z. B. auf dem Passeig de Gracia. Fazit der meisten Teilnehmer/innen: Es war schön und interessant, aber zum Teil doch auch anstrengend!

Ergebnisse des schulinternen Leistungsschreibens Textverarbeitung 2019

Auch heuer wieder konnte unser Lehrer für Informationsverarbeitung David Dajker stolz die Ergebnisse des diesjährigen schulinternen Leistungsschreibens - 10-Minuten-Abschrift - bekanntgeben:

  • Platz 1: Jackie Samuthirat mit 3321 Anschlägen und vier Fehlern,

  • Platz 2: Kristina Scheidt mit 3291 Anschlägen und drei Fehlern

  • Platz 3: Lara Oswald mit 3113 Anschlägen und vier Fehlern

             

 

 

Von links: David Dajker, Lara Oswald, Jackie Samuthirat, Kristina Scheidt, Schulleiter Andrew Smollett

Unsinniger Donnerstag 2019

Unser Lehrer für Informationsverarbeitung David Dajker wurde "Opfer" der Tradition am Unsinnigen Donnerstag:

Susanna Oswald hatte die Schere parat und der Krawatte ging es an den Kragen...

Studienfahrt nach Schottland

Unser ehemaliger Kollege Scott Whitehead hat auch im Jahr 2017 wieder eine Studienfahrt in sein Heimatland für die Fremdsprachenschule Deggendorf organisiert. Im April flogen er, Schulleiter  Andrew Smollett, Kollegin Traudl Kolibius und 30 SchülerInnen für eine Woche nach Edinburgh, Schottland. Die Stadt begeisterte alle Teilnehmer, die natürlich zuerst das „Castle“, die Royal Mile und Holyrood House Palace zu Fuß erforschten und  sich am Abend bei Live Music in einem Pub erholten. Nach der ersten Orientierung waren die Schülerinnen bestens auf den von Herrn Whitehead ausgearbeiteten „Treasure Hunt“ vorbereitet: Teile der Altstadt und der „New Town“, die aber auch schon seit über 200 Jahre besteht, mussten von den Schülergruppen erforscht und über 50 Fragen zu den Sehenswürdigkeiten auf dem Weg beantwortet werden. Ein Spaziergang  im alten Hafen von Edinburgh, Leith, mit Besichtigung der Royal Yacht Britannia und den Leith Saturday Market  sowie ein Besuch des Musicals "Addams Familiy" waren auch im abwechslungsreichen Programm enthalten. Aber auch für „sportliche“ Abendaktivitäten war  gesorgt: Beim „Ten Pin Bowling" konnten die Schülerinnen und Schüler ihre Treffsicherheit beweisen.

Aber auch die nähere und weitere Umgebung der Hauptstadt Schottlands wurde erforscht: Bootsfahrt auf dem Firth of Forth (unter der imposanten Forth Railway Bridge hindurch mit Aufenthalt auf der Insel Inchcolm und der schönen alten Abtei). Eine Tagesfahrt mit dem Bus führte über Stirling Castle,  der Gedenkstätte von Bannockburn, einer spannenden Passfahrt durch das Nationalpark-Gebiet der Trossachs bis zum Loch Katrine, wo alle die atemberaubende Landschaft bei einem ausgedehnten Spaziergang genossen.

Die ereignisreichen 6 Tage haben sicherlich einige der Teilnehmer angeregt, Schottland noch weiter und auf eigene Faust zu erforschen.

Frau Kolibius und etliche SchülerInnen vor dem Edinburgh Castle
Schulleiter Andrew Smollett im Kreis der SchülerInnen auf der Fahrt zum Loch Katrine
Scott Whitehead mit einigen Schülern am Loch Katrine
Bootsfahrt auf dem Firth of Forth
Insel Inchcolm
Deggendorfer Zeitung v. 12.05.2017

Aller guten Dinge sind drei

Lateinamerikanische Wochen an der Fremdsprachenschule

 Viel über Lateinamerika erfuhren die Spanischklassen der Fremdsprachenschule in den letzten Wochen: Nachdem der angehende Lehrer Steven Glaser auf Englisch, seiner Muttersprache, mit traumhaften Bildern von seiner Rundreise durch Chile, Peru und Ecuador (siehe Fotoaktion Wochenblatt) berichtete, besuchte der ehemalige Schüler Ludwig Käser Schüler und Lehrer, um von seinem neuen Leben in Lima/Peru zu berichten, wo er seit 10 Jahren lebt und eine Import-Export-Firma führt. Die Grundlagen dazu legte er in der zweijährigen Ausbildung an der Fremdsprachenschule, wo er sich für den Spanischzweig entschied, um seiner Frau in ihre Heimat Peru folgen zu können. Er brachte auch seine beiden kleinen Söhne mit, die auf die Frage, was denn in Deutschland besonders schön sei, spontan meinten: „Die Taxis!“. Die Schüler zeigten sich sehr interessiert und wurden von ihm aufgerufen, in Wirtschaft bei einem so trocken scheinenden Stoff wie den internationalen Handelsklausel, den Incoterms, besonders gut aufzupassen, denn diese seien das A und O bei Geschäften.

Nun, am letzten Schultag vor den bayernweiten Prüfungen zum staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondenten, führte die Spanischdozentin Maria del Carmen Ocampo aus Mexiko-City die Schüler in die mexikanische Küche ein. Sie brachte 3 verschiedene Sorten Bohnenmus (Frijoles refritos), gekochtes Hühnerfleisch (Pollo), eine scharfe Tomatensalsa, Guacamole und Chorizo, die typische scharfe Wurst, mit, sodass sich die Schüler nach Belieben ihre Wunsch-Tortillas füllen konnten. Natürlich gab es dazu nach Wunsch frische und eingelegte Jalapeños. Außerdem gab es Quesadillas, mit Käse gefüllte Tortillas, und Magdalenas, kleine Biskuitkuchen. Im Anschluss mussten sie noch eine Piñata zerschlagen, die in Mexiko das Symbol für Fiestas ist – im Falle der Schüler: 2 Jahre Sprachen, Wirtschaft und EDV pauken sind geschafft! Die mündlichen Prüfungen finden dann Anfang Juli statt.